Auf dem Bännjerrück

Auf dem Bännjerrück

Die 1960 benannte Straße, vorher ein Teil der Straße "Am Galgenberg", beginnt an der Neuen Brücke, überquert den Rauschenweg und verläuft bis hinauf auf das Plateau des Bännjerrück.

Überliefert ist der Flurname aus dem Jahr 1600 als "Benniger Rück", ein Bergrücken, der im Südwesten der Stadt inmitten eines großen Waldgebietes lag. Über diesen Bergrücken verlief ein Pfad in Richtung Bann, dessen Einwohner als Bennjer oder Bännjer bezeichnet wurden. Möglich ist auch, dass um 1520 viele Freiwillige für die Landsknechttruppen des Franz von Sickingen den Pfad in das Rekrutierungslager zwischen Bann und Landstuhl benutzten. Von überall her aus deutschen Landen kamen Rekrutierwillige über Kaiserslautern, um von hier aus den gefahrvollen Weg über den "Benniger Berg" an Hohenecken vorbei bis ins Rekrutierungslager zu gehen. Es waren besonders viele Bauern, die ein Ende der Leibeigenschaft forderten. Von der modernen Kriegsführung und den neuen Geschützen und Ausrüstungen der Truppen des Ullrich von Hutten unter Führung des Franz von Sickingen hatten sich viele Menschen nach erfolgreichem Kampf gegen die Landesfürsten eine Verbesserung ihrer Lebenssituation versprochen. Das Bistum Trier, dessen Einfluss bis nach Kaiserslautern reichte, wollte mit aller Gewalt seine Privilegien gegen die Ansprüche der Bauern verteidigen und lag in dauernder Fehde mit dem schwäbischen Bund. Die Bauern um die Stadt Kaiserslautern, die zu heimlichen Verbündeten des Franz von Sickingen wurden, halfen wo es ging, um Freiwillige über den "Benniger Berg" zu lotsen. Mit Beginn des Industriezeitalters waren es die Bewohner von Bann und Umgebung, die den Weg über den Bännjerrück nach Kaiserslautern zu ihrer Arbeit gingen.