Paul-Münch-Straße

Paul-Münch-Straße

Der weit über unsere Grenzen hinaus bekannte Poet wurde am 10. Dezember 1879 in Ruchheim geboren.

Der Sohn des Landpfarrers Phillip Münch hatte noch fünf Geschwister. Als er 12 Jahre alt war, zog seine Familie nach Oberlustadt. Ab Herbst des gleichen Jahres besuchte er das königlich humanistische Gymnasium in Landau. Seine schulischen Leistungen ließen zu wünschen übrig, daher musste er die vierte Klasse wiederholen. Auch in der sechsten Klasse hatte er Schwierigkeiten und so verließ er kurzerhand das Gymnasium mitten im Schuljahr. Er ging nach München und absolvierte an der Technischen Hochschule ein Studium mit dem zusätzlichen Fach Kunst, das er 1902 mit der Lehramtsprüfung abschloss. Seine erste Stelle bekam er in Marktbreit, danach am Gymnasium Weierhof am Donners-berg, um dann endgültig nach Kaiserslautern zu gehen. Hier begann er im Alter von 28 Jahren an der Oberrealschule als Kunsterzieher und Zeichenlehrer, um 45 Jahre hier zu unterrichten. Der seit 1905 verheiratete Paul Münch, er hatte seine Frau Elfriede Interwies in Würzburg kennen gelernt, war begeisterter Mundartdichter. Schon mit dreißig Jahren schrieb er wohl sein bekanntestes Werk „Die Pfälzisch Weltgeschicht“, danach, mit 49, „Des Pfälzers Höllen- und Himmelfahrt“, drei Jahre später „Die Weltachs“ und 1936 „Der Pfälzer im Schlaraffenland“. Es folgten noch drei Lustspiele und eine Sammlung poetischer Jugendsünden. Er war ein Mensch, den besonders seine Liebe zur Natur auszeichnete Seine Themen waren die Gegend um Kaiserslautern, insbesondere der Bremerhof, der Blechhammer und der Hagelgrund. Ausführlich beschrieb er seine Wanderungen durchs Karlstal bis nach Johanniskreuz und seine Ausflüge in den Pfälzerwald, wie im „Paradies“ geschildert. Seinen berühmten „Baum der Erkenntnis“ beschreibt er genau dort, wo man heute das junge Lautern findet. Die Werke von Paul Münch werden in der pfälzischen Mundartdichtung immer an vorderster Stelle stehen. Er starb am 2. Januar 1951 in Neustadt. Von unserer Stadt erhielt er auf dem Kaiserslau-terer Friedhof ein Ehrengrab.


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